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Die
Gaukirche St. Cyprian- und Cornelius
in Ganderkesee

Die dreischiffige gotische Hallenkirche aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts steht im Ortskern von Ganderkesee. Der romanische Turm ist wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert, der Granittaufstein aus dem 13. Jahrhundert. Als die ersten christlichen Missionare im Auftrag des Bremer Erzbischofs nach Niedersachsen kamen, lag Ganderkesee günstig im Mittelpunkt des nördlichen Largaues. Hier gründeten die Missionare die erste Kirche, die zuerst für das gesamte Gebiet zuständig war. Sie erfüllte somit den Grundsatz Karls des Grossen, dass jeder Gau seine eigene Kirche besitzen sollte. Die sehenswerte Kanzel zeigt eine Malerei der vier Evangelisten. Der Altar ist von 1744. |
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Wie Hinweise am alten Altar und der letzten mittelalterliche Glocke ergaben, war sie den Heiligen Cyprian und Cornelius geweiht, zwei Märtyrerbischöfen aus dem dritten Jahrhundert. Das mittelalterliche Ganderkesee (Gandrikesarde) gewann durch die von Bremens Erzbischof gestiftete Kirche schon im 11. Jahrhundert an Bedeutung, noch dazu nach dem Ausbau der Kirche um 1350. |
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Berühmt in ihr ist die im Jahre 1699 von Arp Schnitger geschaffene Orgel, die über 1000 Pfeifen verfügt. Seinen Ruf begründete Schnitger mit der Orgel für die St. Nicolaikirche in Hamburg, dem damals größten Orgelbau in Deutschland. Er exportierte auch Orgeln in die Niederlande, nach England, Dänemark und sogar nach Portugal und Russland. Im Oktober 1999 hatte die Ganderkeseer Arp-Schnitger-Orgel ihr 30-jähriges Jubiläum. |
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Disposition: Schnitger (S), Klappmeyer (K), Schmid (SC), Führer (F)
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